Kommunikation und Begegnung schaffen

Die Sozialpädagogin Sabine Kendel entwickelt seit Januar 2017 gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern auf ihre Bedürfnisse und Themen zugeschnittene Angebote. Für diese Aufgabe bringt sie langjährige Erfahrung und ein breites methodisches Wissen durch Zusatzqualifikationen in der Erlebnis- und Theaterpädagogik mit.

 

Frau Kendel, gibt es schon Ideen für gemeinsame Aktionen und Angebote? Als erstes gemeinsames Projekt richte ich die Schulstation zusammen mit den Kindern ein. Wir werden Wände streichen, Stühle abschleifen und anmalen. Ich wurde auch schon angesprochen, das soziale Lernen mitzugestalten. Dazu werde ich zukünftig auf jeden Fall Angebote aus der Erlebnispädagogik einbringen, weil der Wald in unmittelbarer Nähe dazu einlädt. Ob wir in den Bäumen zusammen klettern oder Hütten bauen werden, wird sich noch zeigen. Elternarbeit und Beratung für die Lehrer biete ich ebenso an.

 

Welche Rolle wird die Schulstation spielen? Die Schulstation soll vor allem ein Ort der Begegnung für alle Kinder der Schule sein. Ab März werde ich mit 35 Wochenstunden vor Ort sein, dann wird die Schulstation von morgens bis nachmittags um 16 Uhr geöffnet sein. Was ich schon anbiete ist die geöffnete erste Pause, d.h. die Kinder können in der ersten Pause kommen und spielen, was eine Herausforderung ist, da viele Kinder sich den begrenzten Platz teilen müssen. Die Schulstation ist nicht größer als ein halber Klassenraum. Für sie ist es auch eine Herausforderung, dass die Schulstation eine absolute Friedlichkeitszone ist. Dazu gehört auf die Erstklässler Rücksicht zu nehmen, aber auch auf die größeren Kinder und das funktioniert im Moment ausgesprochen gut.

 

Sie sind eingebunden in den Schulalltag. Was bedeutet das konkret? Um das faire Miteinander zu fördern, biete ich im Rahmen des sozialen Lernens den Lehrern und Lehrerinnen gezieltes Teamtraining in den Klassen an. Mein Konzept ist, das nicht stören zu belohnen. Mein Ansatz ist schon vorher einzugreifen, bevor es zu einer schwierigen Situation kommt. Wenn beispielsweise klar ist, dass ein Kind nicht den ganzen Unterrichtstag durchhält, dann kann es in der Schulstation zwischendurch auch mal einen Tisch oder einen Stuhl anmalen.